-=[ Meerschweinchen aus der Lipper Farm ]=-

Wichtige Information
Bevor man sich überlegt Meerschweinchen in größeren Gruppen zu halten, so muß man eine Menge Vorschriften im Sinne des Tierschutzes beachten und benötigt laut § 11 eine Erlaubnis von der zuständigen Behörde!

Ich halte eine kleine Meeri-Gruppe mit 5-7 Weibchen und 2-4 Böcken. Die Anzahl soll sich nicht auf mehr als 15 Tiere insgesamt erhöhen, demnach setze ich im Jahr nur gezielt ein entsprechendes Weibchen zur Zucht ein!
Die Haltung meiner LIPPER FARM Meerschweinchen ist somit beim staatlichen Veterinäramt gewährleistet!


Das Meerschweinchen
Die liebenswerte Nager blühen erst in Gesellschaft richtig auf! Sie sind gesellig, lebhaft und sanftmütig. Ihr Aussehen variiert von lockig-lang bis struppig-kurz: Meerschweinchen gehören - besonders bei Kindern - zu den beliebtesten Haustieren. Ursprünglich stammen die Nagetiere aus den Hochebenen und Buschsteppen der südamerikanischen Anden. Dort lebten sie früher in Höhen von mehr als 4000 Metern. Aber auch in einem großen Käfig fühlen sich die tagaktiven Tiere heimisch. Bei guter Haltung werden sie fünf bis acht, manchmal auch zehn bis fünfzehn Jahre alt.

Ausgewachsene Meerschweinchen werden etwa 20 Zentimeter lang. Weibliche Tiere wiegen zwischen 600 und 1200, männliche Tiere zwischen 800 und 1800 Gramm. Nach einer Tragzeit von neun bis zehn Wochen können Meerschweinchen zwischen einem und fünf Jungtiere zur Welt bringen. Die Tiere sind Nestflüchter, das heißt, sie kommen vollständig entwickelt zur Welt und nehmen von Anfang an neben der Muttermilch auch feste Nahrung zu sich. Die erste Geschlechtsreife kann bereits im Alter von fünf Wochen einsetzen. Die Trennung von der Mutter sollte jedoch nicht vor der sechsten bis siebten Lebenswoche erfolgen. Bei der Abgabe sollten die Tiere bereits ein Gewicht von 350 Gramm erreicht haben.
Die sozialen Tiere leben in der freien Natur in Gruppen zusammen. Daher sollten sie niemals alleine gehalten werden. Doch Vorsicht: Bei verschiedengeschlechtlicher Haltung stellt sich reger Nachwuchs ein. Am friedvollsten kann man Weibchen gemeinsam halten, die zusammen groß geworden sind. Aber auch männliche Tiere können sich vertragen, wenn man ihnen viele Versteckmöglichkeiten bietet!

Oft findet man Meerschweinchen in Lebensgemeinschaften mit Kaninchen. Diese Art des Zusammenlebens ist jedoch eher kritisch zu betrachten: "Die tolerieren sich schon, aber wirklich viel zu sagen haben sie sich nicht, und ich würde im Zweifel eher davon abraten." Denn Meerschweinchen und Kaninchen haben in der Natur keinen gemeinsamen Lebensraum. Außerdem verfügen sie nicht über eine gemeinsame Körpersprache und pflegen ein anderes Sozialverhalten.

Haltung

Ein Meerschweinchenkäfig für zwei Tiere sollte mindestens einen Meter lang, 60 Zentimeter breit und 40 Zentimeter hoch sein. Generell gilt: Je größer, desto besser. Die agilen Nager freuen sich besonders über ein Zuhause auf mehreren Etagen. Wie in der Natur können sie dort von erhöhten Plätzen aus ihre Umgebung beobachten. Meerschweinchen gehören nicht in Terrarien oder Kunststoffbehälter, da in diesen nur eine unzureichende Luftzirkulation möglich ist.

Um eine trockene und saubere Behausung zu gewährleisten, greift man am besten zu einer im Fachhandel erhältlichen, saugfähigen Heimtierstreu. Heu ist als Einstreu nicht tauglich, da die Tiere es auch im verschmutzten Zustand fressen würden. Ebenfalls ungeeignet sind Torf, Hobelspäne, Sägemehl oder Zeitungspapier. Meerschweinchen sind sehr saubere Tiere. Deshalb sollte die gesamte Einstreu wöchentlich gewechselt und die "Toilettenecke" täglich ausgemistet werden.
Bei einer Haltung von mehr als 5 Tieren, kann man sich aber auch Heu und Stroh vom "netten Bauern von Nebenan" holen.

Zur Grundausstattung des Nagerheims gehören Schlafhäuschen, Heuraufe, Futternapf, Trinkflasche, Salzleck- und Nagestein. Außerdem lieben die Tiere Wurzelstücke, Verstecke aus Tonröhren, Klettermöglichkeiten sowie ungespritzte Obstbaumzweige, um ihr Nagebedürfnis zu befriedigen. Ganz wichtig: Jedes Tier braucht ein eigenes Schlafhäuschen. Der Käfigstandort sollte hell, ohne Zugluft und nicht zu abgelegen sein. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad. Meerschweinchen sind Fluchttiere. Sie reagieren instinktiv schreckhaft, wenn man sich ihnen von oben nähert. Deshalb empfiehlt es sich, den Käfig nicht auf dem Fußboden, sondern auf Tischhöhe zu platzieren.

Von Hunden und Katzen werden die kleinen Nager als Beutetiere empfunden. Daher sollten sie von diesen Mitbewohnern ferngehalten werden. Ein bis zwei Stunden täglichen Auslaufs in der Wohnung sollte für die lebhaften Tiere gewährleistet sein, natürlich unter Aufsicht, denn: Elektrokabel, giftige Blumen oder langfaserige Teppiche gehören zu den Gefahrenquellen in der Wohnung. Im Sommer können die lebhaften Tiere draußen gehalten werden. Allerdings müssen sie sich daran erst langsam gewöhnen. Das Freigehege steht am besten an einem trockenen sowie dünge- und pflanzenschutzmittelfreien Platz. Für zwei Meerschweinchen benötigt man eine Fläche von etwa 1,5 mal 2 Metern und eine Höhe von 60 bis 70 Zentimetern.

Zum Schutz vor Greifvögeln oder anderen Jägern wird das Gehege mit Draht abgedeckt. Außerdem wichtig: Schutzhütten als Sichtschutz und Schattenspender. Auch hier freuen sich die Tiere über eine abwechslungsreich gestaltete Spiellandschaft. Waren die Meerschweinchen bisher an die Wohnungshaltung gewöhnt, gehören sie nachts auch wieder ins Haus. Möchte man sie für immer draußen halten, so können sie sich am besten an das Klima gewöhnen, wenn sie zu Beginn der warmen Jahreszeit ins Freie kommen. Dann ist es besonders wichtig, dass das Gehege witterungsgeschützt, trocken, frost- und zugluftfrei ist. Die Tiere brauchen genügend Unterschlupfmöglichkeiten und auch Stroh, damit sie sich wärmen können. Empfindliche Jungtiere sollten jedoch keinesfalls gleich ins Freigehege gesetzt werden.

Nahrung

Meerschweinchen sind Pflanzenfresser: "Man gibt Grünpflanzen, getrocknet oder auch frisch. Es muss ein gutes Heu sein, das auf jeden Fall schimmelfrei ist. Heu ist das Grundnahrungsmittel". Die Tiere können selbst kein Vitamin C bilden. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, gehört Fertigfutter - bestehend aus Getreide, Trockengemüse und Mineralstoffen - ebenso auf den Speiseplan wie frisches Obst und Gemüse. Am besten geeignet sind Stückchen von Apfel, Birne, Banane, Melone, Karotte, Gurke oder unbehandeltem Salat. An Löwenzahn, Klee oder Petersilie müssen sich die Nager erst gewöhnen, sonst können Verdauungsprobleme auftreten.

Gefüttert werden sollte zweimal täglich. Aus hygienischen Gründen darf das Grünfutter niemals direkt auf der Einstreu liegen, sondern muss in ein Futtergestell gegeben werden. Finger weg von Kohl und angewelktem Futter: Das führt zu Blähungen. Ebenfalls ungeeignet sind Gebäck, Brot oder Essensreste. Wobei ein Stück sehr hartes Brot (zum Knabbern) widerum gut für die Zähne ist. Selbstverständlich sollte Trinkwasser ständig zur Verfügung stehen, am besten über eine Nippeltränke, die täglich frisch gefüllt wird. Manchmal fressen Meerschweinchen ihren eigenen Kot. Das ist kein Grund zur Besorgnis, sie erhalten damit Vitamine, die während der Verdauung des Futters von Darmbakterien gebildet werden.

Gesunde Tiere pflegen sich selbst, langhaarige Tiere jedoch müssen täglich gekämmt werden, sonst verfilzt das Fell. Zähne und Krallen sollte der Tierarzt vierteljährlich kontrollieren. Sind sie zu lang, müssen sie fachmännisch gekürzt werden. Werden Meerschweinchen artgerecht gehalten und richtig ernährt, erkranken sie selten. Da in der freien Natur ungesunde Tiere aus ihrer Gruppe ausgeschlossen werden, zeigen die Nager nicht gleich, wenn sie nicht gesund sind. Die häufigsten Erkrankungen sind Parasitenbefall, Bindehautentzündungen oder Verdauungsprobleme. Auch Zahnfehlstellungen oder zu lange Krallen können für die Tiere kritisch werden. Daher gilt: Immer sofort einen Arzt aufsuchen.





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